12. Januar 2017

Rückkehr zu harten Abschiebungspraxis ist menschenverachtend

 

Die linksjugend [´solid] Kreisverband Saarbrücken kritisiert die Rückkehr zur Praxis unangekündigter nächtlicher Abschiebungen durch das Saarland. Der Rechtfertigungsversuch der Wiedereinführung dieser menschenverachtenden Praxis dieser geradezu überfallartigen Abschiebepraxis durch Innenminister Klaus Bouillon ist Hanebüchen. Die humanere Gestaltung der Abschiebung von 17 syrischen Familien mit 63 Personen war in 8 Fällen mit 33 Personen erfolgreich verlaufen – mit Ankündigung und der Möglichkeit der Menschen sich darauf vorzubereiten. Bei zwei Familien wurden ärztliche Atteste vorgelegt, nur in sieben Fällen war niemand anzutreffen. „Das man Familien mit kranken Personen nicht abschiebt, sollte gar keine Thema sein. Und wenn schon, dann spricht dies für den humaneren Ansatz. Als was für ein Land würden wir uns darstellen, wenn wir Kranke abschieben? Somit war der humanitäre Ansatz bei 10 Familien oder über 40 Menschen ‚erfolgreich‘ verlaufen, das sind deutlich mehr als 50 Prozent. Hier von einem Versagen dieses humaneren Ansatzes zu sprechen und wieder die nächtliche Abgreif- und Abschiebepraxis einzuführen, ist eine Schande! Dieses menschenverachtende Rausreißen von Familien aus mittlerweile gewachsenen Strukturen muss sofort wieder beendet werden. Wir leben angeblich in einem christlichen Land, das Kreuze in Landtag und Gerichten als wichtig erachtet. Aber bei der Abschiebung von Menschen darf es ruhig knallhart werden?! Das muss sofort aufhören.“, so Manuel Kupfer, Vorsitzender der linksjugend [´solid] Kreisverband Saarbrücken.

 

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